Industrieabwasser
Französische Müllverbrennungsanlage sorgt durch kontinuierliche Überwachung für mehr Sicherheit bei der Einleitung ihres Ablaufs
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Eine Müllverbrennungsanlage benötigte eine zuverlässige Überwachung der Ablaufqualität unter sich ändernden Prozessbedingungen.
spectro::lyser V3 ATEX
con::cube V3
moni::tool
Die moderne Überwachungslösung bietet einen kontinuierlichen Überblick über den Zustand des Ablaufs und reduziert so die Unsicherheit im Betrieb und das Risiko von Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften.
Müllverbrennung ist eine gängige Behandlungsmethode für nicht recycelbare Abfälle. Kontrollierte Hochtemperaturverbrennung reduziert dabei das Abfallvolumen und die Abfallmasse deutlich, während gleichzeitig nutzbare Wärmeenergie zurückgewonnen wird. Die Verbrennung erfolgt in der Regel bei Temperaturen von mehr als 850° C und kann das Abfallvolumen um etwa 70 bis 90% reduzieren. Moderne Anlagen wandeln Abfall in Schlacke und behandelte Gase um und nutzen die zurückgewonnene Wärme häufig zur Stromerzeugung oder Fernwärmeversorgung.
Da sich die Zusammensetzung der angelieferten Abfälle täglich ändert, variieren auch die Betriebsbedingungen und die entstehenden Nebenprodukte. Während des gesamten Prozesses wird zur Kühlung, Gaswäsche und Schlackebehandlung Wasser verwendet, wodurch Abwasserströme entstehen. Diese müssen vor der Einleitung in die Umwelt analysiert werden, um negative Auswirkungen auf nachgelagerte Ökosysteme und Wassernutzer zu vermeiden.
Bei der Verbrennung von Müll fällt an mehreren Stellen des Behandlungsprozesses Abwasser an. Je nach Temperatur, Reaktionen und verbranntem Material entstehen dabei unterschiedliche Verunreinigungen. Weiß der Betreiber, wo diese auftreten, kann er einfacher bestimmen, wo vor der Einleitung eine Überwachung und Behandlung erforderlich ist.
Der Verbrennungsprozess umfasst mehrere Arbeitsschritte:
In all diesen Schritten wird Wasser zum Kühlen, Gaswaschen und zur Schlackebehandlung verwendet. Infolgedessen fallen in Verbrennungsanlagen industrielle Abwässer an, die Schwebstoffe, gelöste organische Stoffe und Verbrennungsnebenprodukte enthalten. Diese müssen vor der Einleitung behandelt werden, um die aufnehmenden Gewässer und die umliegenden Gemeinden nicht zu schädigen.
Die Müllverbrennung ist in ganz Europa ein streng regulierter Bereich, da sowohl Luft- als auch Wasseremissionen die Umweltgrenzwerte einhalten müssen. Die Europäische Union legt für alle Arten von Verbrennungsanlagen Genehmigungsanforderungen und Schadstoffemissionsgrenzwerte fest, um Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu reduzieren. Das bei der Behandlung anfallende Abwasser kann organische Belastungen, Schwebstoffe und chemisch reaktive Verbindungen enthalten, die vor der Einleitung in die aufnehmenden Gewässer überprüft werden müssen.
Zu den wichtigsten überwachten Parametern gehören in der Regel der chemische Sauerstoffbedarf (CSB), der biologische Sauerstoffbedarf (BSB), der Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff (TOC), der Gesamtgehalt an Schwebstoffen (TSS), die Farbe und Verbrennungsnebenprodukte. Da sich die Zusammensetzung des Abwassers je nach Abfallaufkommen und Betriebsbedingungen ändert, lässt sich die kontinuierliche Einhaltung der Vorschriften nicht allein durch regelmäßige Laborproben sicherstellen.
Der Betreiber einer Verbrennungsanlage benötigte eine verlässliche Bestätigung, dass das behandelte Abwasser die Einleitungsanforderungen erfüllt, bevor es in einen nahe gelegenen Fluss eingeleitet werden konnte. Das Wasser aus der Kühlung, Reinigung und Schlackeentsorgung wurde vor der Einleitung gesammelt, jedoch verursachte die schwankende Zusammensetzung der Abfälle schnelle Veränderungen bei CSB, TOC, BSB und TSS. Manuelle Probenahmen konnten kurzzeitige Kontaminationsspitzen nicht erfassen, was zu Compliance-Risiken führte.
In Zusammenarbeit mit unserem Expertenteam implementierte die Anlage eine Überwachungslösung aus dem BlueEdge® -Portfolio. Eine spectro::lyser V3 ATEX UV-VIS-Spektrometersonde wurde direkt in den Prozessstrom installiert, um COD, BOD, TOC, TSS und Farbe ohne Reagenzien oder manuelle Probenahme kontinuierlich zu messen. Das automatische Reinigungssystem der Sonde unterstützt einen zuverlässigen Betrieb unter anspruchsvollen industriellen Abwasserbedingungen und minimiert gleichzeitig den Wartungsaufwand.
Die Messdaten werden über das con::cube V3 IoT Terminal übertragen und mit dem moni::tool Ereigniserkennungssystem ausgewertet. Die Plattform validiert die Messwerte, bietet eine Echtzeitvisualisierung und warnt den Betreiber bei abnormalen Veränderungen in der Abwasserzusammensetzung, sodass vor der Einleitung Korrekturmaßnahmen ergriffen werden können. Die automatisierte Ereigniserkennung bietet kontinuierliche Transparenz über die Ablaufqualität und reduziert gleichzeitig manuelle Eingriffe.
Die kontinuierliche Überwachung bietet dem Betreiber vor der Einleitung in Echtzeit die Bestätigung, dass die Einleitungsgrenzwerte eingehalten werden. Das System verbessert die operative Transparenz, ermöglicht schnellere Korrekturmaßnahmen und minimiert das Risiko von Umweltverstößen.
Durch die verbesserte Transparenz der Abwasserbedingungen hält die Anlage die gesetzlichen Vorschriften ein und unterstützt gleichzeitig einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Abfallverwertung. Die kontinuierliche Abwasserüberwachung stellt sicher, dass die Verbrennung eine praktikable Methode für die Entsorgung nicht recycelbarer Abfälle bleibt und dass die umliegenden Gewässer geschützt werden.
Bringen Sie mit BlueEdge die Überwachung industrieller Abwässer auf ein professionelles Niveau. Echtzeiteinblicke in die Ablaufqualität, den Einleitungsfluss und die Gassicherheit sowie eine bessere Übersicht über die Gesamtleistung des Prozesses helfen Ihnen, von einer reaktiven Fehlerbehebung zu einer proaktiven, datengestützten Steuerung überzugehen.
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