Dezember 5, 2022
6 Einwände gegen AMI und warum sie nicht stichhaltig sind
Der Insider Blog / 4 Min. zum Lesen
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Eine der größten Veränderungen ist die Verfügbarkeit von Network as a Service (NaaS). Dadurch entfällt für Wasserversorgungsunternehmen die Belastung, ein Kommunikationsnetzwerk selbst aufzubauen und zu warten. Stattdessen übernimmt ein Drittanbieter dessen Besitz und Verwaltung. Damit entkräftet NaaS einen der frühesten Einwände gegen die AMI-Technologie: Wir möchten nicht für die gesamte Infrastruktur bezahlen und sie selbst verwalten.
Die heutige AMI-Technologie und insbesondere NaaS räumen mit vielen hartnäckigen Missverständnissen über den Umstieg auf. Hier sind einige der häufigsten.
Frühe Generationen von AMI erforderten, dass Wasserversorgungsunternehmen Funktürme und Kommunikationsnetzwerke errichteten. Dies war ein enormer Aufwand, der Ausbreitungsstudien, Signalmessungen und eine ausreichende Redundanz erforderte. Allein die Planung, der Aufbau und die Tests konnten 6 bis 12 Monate dauern. Heute kommunizieren Zähler und Sensoren mit NaaS über die bestehende Mobilfunkinfrastruktur. Eine monatelange Planungs- und Bauphase entfällt. Sobald jeder Endpunkt installiert ist, kann er sofort mit der Datenübertragung beginnen.
NaaS basiert auf einem zentralen Anbieter, der Netzwerkkonnektivität, Software für das Meter Data Management (MDM), Analysesoftware und Endpunkte bereitstellt. Es müssen weder Wartungsverträge für Netzwerke mit Drittanbietern verwaltet noch Verträge mit Mobilfunkanbietern ausgehandelt werden. Gleichzeitig bleibt die Flexibilität erhalten, da Versorgungsunternehmen nicht an einen einzigen Anbieter gebunden sind.
Auch wenn sich zukünftige Entwicklungen nie vollständig vorhersagen lassen, sind Mobilfunknetze und einzelne Übertragungen in der Lage, größere Datenmengen und vielfältigere Datentypen zu verarbeiten. Dadurch können zahlreiche zukünftige Sensoren, Netzwerkerweiterungen, Diagnosedaten, Alarmmeldungen und Konfigurationsanpassungen unterstützt werden. All diese Aspekte tragen dazu bei, potenzielle zukünftige Kosten für den Ausbau des Netzwerks zu reduzieren.
AMI galt früher aufgrund der hohen Kosten als Technologie, die nur für große Wasserversorgungsunternehmen geeignet war. Kleine und mittelgroße Kommunen konnten sich die erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur schlichtweg nicht leisten. Heute schafft NaaS vergleichbarere Voraussetzungen. Da kein eigenes Funknetz aufgebaut und gewartet werden muss, müssen Versorgungsunternehmen lediglich die Endpunkte erwerben, die Software kaufen oder leasen und die Netzwerkservicegebühr bezahlen. Um den tatsächlichen Wert zu verstehen, reicht es jedoch nicht aus, nur die Investitionsausgaben (CAPEX) zu betrachten. Bei NaaS sind Wartungs- und Betriebskosten in den Servicegebühren enthalten und werden auf alle Netzwerknutzer verteilt, wodurch auch die Betriebsausgaben (OPEX) für den einzelnen Nutzer sinken.
Bei begrenzten Budgets müssen Wasserversorgungsunternehmen sehr sorgfältig entscheiden, wofür sie ihre finanziellen Mittel einsetzen. AMI bietet nicht nur einen, sondern fünf zentrale Mehrwerte:
Natürlich erfüllt das aktuelle System möglicherweise den Zweck, für den es ursprünglich vorgesehen war. Aber ist es auch für die Zukunft ausgelegt? AMI ist es – und bietet erhebliche finanzielle, logistische und ökologische Vorteile. Je früher Wasserversorgungsunternehmen mit dem Umstieg beginnen, desto früher können sie von diesen Vorteilen profitieren.
In den Anfangsjahren der AMI-Technologie waren Wasserversorgungsunternehmen hinsichtlich ihres Nutzens skeptisch und aufgrund der Kosten zurückhaltend. Seitdem hat sich viel verändert. Dank technologischer Fortschritte, einschließlich NaaS, sind viele der damaligen Bedenken heute überholt.
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