Wasserverbrauch der Kunden
Der Versorger Fayette County Water System sorgt mithilfe von AMI für mehr Umsatz und engere Kundenbindung
Applikationsbeitrag / 8 Min. zum Lesen
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Wasserverbrauch der Kunden
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Veraltete Zähler und manuelle Ablesungen führten zu Ineffizienzen und belasteten die Ressourcen von Fayette County Water System (FCWS). Eine moderne Ableselösung war erforderlich, um Effizienz, Umsatz und Wassereinsparungen zu verbessern.
E-Series G2® Ultraschall-Durchflussmesser für Wohn- und Gewerbeanwendungen
ORION® Mobilfunkendpunkte
BEACON® SaaS
EyeOnWater® Endkundenplattform
Die AMI-Implementierung wurde zwei Monate früher und im Budgetrahmen abgeschlossen. Verbesserte Effizienz und frühzeitige Leckageerkennung ermöglichten Einsparungen von fast 80 Millionen Litern Wasser in den ersten sieben Monaten.
Dieses Flickwerk führte zu betrieblichen Ineffizienzen und einer Überlastung der Ressourcen. „Wir hatten einfach nicht genug Personal, um alle für die Fernablesung und die manuelle Ablesung erforderlichen Aufgaben zu bewältigen“, so Tigert. Fayette County wuchs immer weiter und der Außendienst des Versorgers war zunehmend überfordert. Gleichzeitig stellten die veralteten und entsprechend ungenauen großen Zähler ein Umsatzrisiko dar.
Nach dem Austausch eines einzigen 6-Zoll-Zählers verzeichnete der Versorger allein bei diesem Anschluss einen sofortigen Anstieg der monatlichen Einnahmen um 30.000 US-Dollar. „Ich multiplizierte diesen Betrag mit der Anzahl all unserer großen Zähler und dachte sofort: ‚Das müssen wir angehen‘“, merkt sie an.
Im südlich von Atlanta gelegenen Fayette County – einer überwiegend auf Senioren ausgerichteten Wohngegend – versorgt FCWS einen engagierten und anspruchsvollen Kundenstamm. Mit rund 34.000 Anschlüssen und fast 1.300 Kilometern Versorgungsleitungen ging FCWS die Umstellung auf AMI deshalb sehr bewusst an.
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Das mobilfunkbasierte AMI-Projekt von Fayette County nutzt fortschrittliche Messtechnik für eine präzise Durchflussmessung. |
Der Versorger führte gemeinsam mit seinem verantwortlichen Ingenieur eine umfassende Bedarfsanalyse durch und erarbeitete eine Ausschreibung mit fast 500 Anforderungen. Sieben Anbieter reichten Angebote ein. Und obwohl Badger Meter bereits seit langem als Lieferant des Versorgers agierte, betont Tigert, wie wichtig es war, die Entscheidung ganz unvoreingenommen anzugehen und sicherzustellen, dass der Auswahlprozess korrekt und datengestützt ablief.
„Es war sehr mühsam und extrem zeitaufwendig“, sagt sie. „Aber als das Ausschreibungsteam mir dann schließlich die Daten zeigte, belegten diese eindeutig, dass [Badger Meter] die beste Wahl war.“
Finanzmittel aus dem während der COVID-Pandemie implementierten American Rescue Plan beschleunigten die Dinge zusätzlich. Angesichts strenger Fristen für die Zusage und Fertigstellung startete der Versorger im Juni 2023 die erste Phase der Einführung.
Neben der Erhöhung der Zählergenauigkeit und der Reduzierung von Wasserverlusten wollte das Personal den Prozess von der Zählerablesung bis zur Zahlung optimieren und den Service vor Ort sowie die Kundenbindung verbessern. Die finanziellen Auswirkungen waren sowohl unmittelbar als auch nachhaltig.
„Wir haben uns die Umsätze des Kalenderjahres 2024 angesehen. Und obwohl erst 70 % der Zähler installiert waren, stiegen unsere Umsätze von 2023 bis 2024 um fast 12 %“, so Tigert. Nachfolgende Vergleiche zeigten ähnliche Trends. „Wir haben den Wasserumsatz von Januar bis Mai 2025 gemessen und mit den gleichen Monaten im Jahr 2023 verglichen. Hier betrug der Anstieg fast 15 %.“
Ein Großteil dieses Zuwachses war auf die verbesserte Genauigkeit der Großzähler zurückzuführen. Obwohl Großzähler nur einen geringen Anteil an den Gesamtanschlüssen ausmachen, tragen sie wesentlich zum Umsatz des Versorgers bei. Der Austausch veralteter und ungenauer Geräte durch fortschrittliche Messtechnik, darunter E-Series G2® Ultraschall-Durchflussmesser für Wohn- und Gewerbeanwendungen von Badger Meter, sorgte für eine höhere Messgenauigkeit und deckte Wasserverluste auf. ORION® Mobilfunk-Endpunkte liefern Durchflussdaten in 15-Minuten-Intervallen und nutzen dabei die bestehende Mobilfunkinfrastruktur, um die zuverlässigen Informationen bereitzustellen, die Fayette County zur Optimierung des Betriebs benötigte.
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Das AMI-Projekt von FCWS hat den Umsatz des Versorgers gesteigert und gleichzeitig den Wasserverlust reduziert. |
Neben der Umsatzsteigerung hat der Versorger die Wassereinsparungen und die Kundenbindung als wichtige Ergebnisse des Projekts hervorgehoben. Mithilfe von BEACON®-Daten, die in Power-BI-Dashboards integriert sind, verfolgt FCWS Leckwarnungen und betreibt eine proaktive Kundenansprache. Die Ergebnisse der ersten sieben Monate nach der Einführung waren beeindruckend.
„Seit dem 1. Juli 2025 hat uns BEACON geholfen, knapp 80 Millionen Liter Wasser einzusparen, indem das System Leckagen erkennt und die Kunden benachrichtigt“, so Tigert.
Im gleichen Zeitraum haben sich 8 % der FCWS-Kunden bei der EyeOnWater® Endkundenplattform angemeldet. Tigert merkt an, dass das nicht zuletzt daran liegt, dass die Mitarbeiter des Versorgers die App bei jedem Kundenkontakt aktiv bewerben. Über EyeOnWater können Kunden ihren Wasserverbrauch einsehen, Warnmeldungen für ungewöhnliche Durchflussmengen einrichten, die auf ein Leck hindeuten könnten, und vieles mehr. „Bei jeder sich bietenden Gelegenheit laden wir unsere Kunden ein, sich anzumelden, und führen sie sogar Schritt für Schritt durch den Prozess.“
Die Kundenreaktionen waren unglaublich positiv. Während einer Werksbesichtigung hörte Tigert, wie Anwohner von der App regelrecht schwärmten. „Die Resonanz war sehr, sehr positiv“, sagte sie. Die Umsetzung des Projekts betraf etwa 85 % der Bevölkerung, und trotzdem gingen bei der Verwaltung von Fayette County nur eine Handvoll Kundenbeschwerden ein.
Während des Evaluierungsprozesses, so Tigert, war die BEACON-Software ein ausschlaggebender Faktor für die Entscheidung, mit Badger Meter zusammenzuarbeiten, insbesondere aufgrund des Potenzials, das Kundenerlebnis zu verbessern. Operativ hat der Übergang zu AMI die Arbeitsabläufe abteilungsübergreifend neu gestaltet. Dank BEACON können Mitarbeiter Verbrauchsmuster in Echtzeit analysieren. „Es hat alles verändert“, sagt Tigert. „Unsere Kundenbetreuung ist viel professioneller geworden. Statt einfach nur zu sagen: ‚Wir schicken jemanden vorbei‘, haben wir jetzt Fachleute, die unsere Daten analysieren können.“
Zudem reduziert die Lösung unnötige Einsätze vor Ort und wertet die Rolle der Kundendienstmitarbeiter auf, da diese jetzt anhand von Intervalldaten den Durchfluss nachvollziehen und bestimmen können, ob ein Problem beim Kunden liegt oder in der kommunalen Leitung.
Mittlerweile schult der Versorger seine Notdienst-Mitarbeiter darin, vor dem Einsatz von Teams vor Ort Analysen zu nutzen, um echte Notfälle besser priorisieren zu können. Tigert räumt ein, dass die Umstellung der internen Prozesse Konsequenz erforderte, insbesondere beim Abbau von Kommunikationsbarrieren zwischen Büroteams und Außendienst. Auch sei bei manchen Kollegen während der Implementierung die Versuchung groß gewesen, aus Bequemlichkeit zu den altbekannten Abläufen zurückzukehren.
„Da wir nicht mehr so viele Servicefahrzeuge wie früher einsetzen müssen, haben wir unser Team um die Position eines AMI-Kundenbetreuers erweitert“, sagt Tigert. „Dieser ist dafür zuständig, das AMI-Netzwerk ganzheitlich zu betrachten, als Koordinator für die gesamte Ablesesoftware und den Schulungsbereich zu fungieren und die Wartung und Bestandsverwaltung zu leiten. Zudem ist es seine Aufgabe, gemeinsam mit Badger Meter für eine möglichst effektive Nutzung unserer Daten zu sorgen, um die Verantwortlichkeit und Zusammenarbeit zu verbessern.“
Zeitgleich mit dem Zähleraustausch schloss FCWS die erforderliche Bestandsaufnahme der Blei- und Kupferleitungen ab und nutzte dabei die Tatsache, dass die Installationsteams bereits an jedem Versorgungsstandort im Einsatz waren. Durch die Bündelung dieser beiden Maßnahmen maximierte der Versorger seine Arbeitsressourcen, reduzierte wiederholte Besuche vor Ort und minimierte Beeinträchtigungen für Kunden und Anwohner. Während des Prozesses wurden zudem die GPS-Koordinaten aller Zähler erfasst, was die langfristige Transparenz der Anlagen stärkt und dazu beiträgt, zukünftige Nacharbeiten zu vermeiden.
Eine groß angelegte Umstellung auf AMI ist komplex und betrifft eine Vielzahl von Stakeholdern. Mithilfe eines Ansatzes zur Massenimplementierung lässt sich ein System in kurzer Zeit modernisieren, sodass Kunden schneller von den Vorteilen profitieren und den Nutzen maximieren können.
Der Projektumfang von Fayette County umfasste etwa 31.000 Anschlüsse. In Zusammenarbeit mit dem Turnkey-Operations-Team von Badger Meter profitierte der Versorger von einem optimierten und flexiblen Projektansatz, der darauf ausgelegt war, die Belastung seiner Ressourcen zu minimieren.
Rückblickend auf die gesamte Erfahrung beschreibt Tigert die Beziehung des Versorgers zu Badger Meter als überaus partnerschaftlich. „Sie waren ein echter Partner“, sagt sie. „Sie haben mir zugehört, wenn ich Fragen hatte, und der Umgang war absolut offen und ehrlich.“
Das System wurde innerhalb des Budgetrahmens und zwei Monate vor dem geplanten Termin fertiggestellt.
Nachdem die AMI-Grundlage geschaffen wurde, evaluiert FCWS nun weitere Funktionen innerhalb des BlueEdge® Portfolios, insbesondere im Bereich der Wasserqualitätsüberwachung. „Wir werden uns auf einige Fragen konzentrieren, die uns bisher Kopfzerbrechen bereitet haben“, sagt Tigert. „Es ist Zeit für einen echten Neuansatz.“
Für Tigert bedeutet das Projekt mehr als nur eine technologische Aufrüstung; es spiegelt einen Wandel in der Herangehensweise des Versorgers an Leistung, Verantwortlichkeit und Service wider. So betrachtet FCWS sein AMI-Netzwerk als Grundpfeiler seiner langfristigen Zukunftsstrategie.
„Diese Zähler sind für uns echte Cash-Maschinen“, so Tigert. „Ich bin entschlossen, die sich weiterentwickelnde Technologie von Badger Meter zu nutzen, um diese Vorteile in meinem System zu nutzen.“
Mit präzisen Daten, einer stärkeren Kundenbindung und messbaren Zuwächsen bei Umsatz und Einsparungen ist der Versorger nicht nur in der Lage, effizienter zu arbeiten, sondern diese Dynamik auch in den kommenden Jahren weiter auszubauen.
Bringen Sie Ihre Strategie für den Wasserverbrauch von Kunden mit BlueEdge voran. Gewinnen Sie Echtzeiteinblicke in den Wasserverbrauch, die Zählerleistung und die Systemaktivität, um eine genaue Abrechnung, proaktive Leckageerkennung und eine verbesserte Kundenbindung zu unterstützen.
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